Sommerzeit

Der Sommer ermüdete schnell:
Wie von unsichtbaren Gemütsregungen bewegt
wanderten sie jetzt weg –
die weißen Wolken des Himmelsgewölbes.

Sie verschwinden langsam
hinter fernen Gebäuden.

Und die Wasservögel,
die üblicherweise ihren Tanz
an der azurnen Fläche fortsetzen,
fliegen auf einmal los.

Nur an den herabsteigenden Hügeln hängen
immer noch,
gleich wie damals,
die taubstummen Dächer.

Es blaut, goldet und glänzt
das Abbild der Millionenstadt
in Fensterscheiben.

Von hier sieht man sie –
von draußen:
Hier,
wo die Entfernung groß genug ist,
um sie zu lieben.

Hier stillt die Stille
die langsamen Minuten.

Tief in Gräsern
verfolgt der Glückskäfer
die Schatten des Vorstadtzuges.

Ein einsamer Vogel
ruft noch aus dem Zweig –

und es rötet,
rötet nur noch
der Himmel der Hitze heiß.

Nachmittag ist es.
Es senkt sich der Tag:
Weg ist er dann bald wieder.

****

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