Der Berg der Versuchung

Lange war es.
Am Ufer des Flusses sitzend
blätterte ich die in mir erwachten Worte
wie Seiten eines verbotenen Buches.

Still das Wasser. Still.
Lautlos

wütet die Flut, reißt die Ufer.
Die vernichtende Welle fällt jetzt müde
zu meinen Füßen.

Draußen immer noch still.

Vom Wind berührt,
zittert nur noch die Stirn der sonst glatten Oberfläche.
Weich ist sie.

Nur—
nur jenes
immer stärker werdende Gefühl
der Ohnmacht,
das die Seele überkommt.

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