Kaleidoskop

Im Labyrinth der Formen
gehe ich auf Spurensuche,
Spuren, die ich selber vor Weltanfang hier abgedrückt.
Es öffnen sich Welten,
die nicht meine sind.
Es öffnen sich Wege,
die mir unbekannt.
Und irgendwann -
aus Chaos der Worte und Chaos der Werte
Formen und Farben
Geräusche und Gerüche
erhebt sie sich plötzlich.
Sie -
die offenkundige Tatsache.
Nackt
steht sie
vor mir
stolz, sicher, ruhig.
Ihre Flügel ausgebreitet im Winde
ihr Blick wandert gedankenverloren am Horizont-
die Wahrheit.
Eins sind wir doch. Du, du bist es!
Immer da,
immer bei mir gewesen.
Wieso erkenne ich dich
erst jetzt?



aus der Sammlung "Transformationen"

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